ADAC Cimbern Rallye 2020

Die ADAC Cimbern Rallye hat ihren Ursprung 1982 mit der Cimbern Rallye Angeln. Im Folgejahr dann der erste grenzüberschreitende Wettbewerb mit dänischen Co-Veranstaltern.

1984 erfolgt die Fusion mit der ADAC Wiking Rallye zur ADAC WIKINGER RALLYE. Diese prägt fortan das Rallyesport-Geschehen in Schleswig-Holstein.

Die Motor-sportfreunde Idstedt reanimierten später die ADAC Cimbern Rallye.

Als es auf den Start zugeht, verdichtet sich die Nervosität im Servicepark. Die Veranstal-tergemeinschaft der Motorsportfreunde Idstedt und des Automobilclub Schleswig hoffen darauf, dass die vereinbarten Corona-Sicherheitsmaßnahmen auch eingehalten werden.

Noch nie waren außerhalb der Weltmeisterschaft 14 der leistungsstarken R5-Boliden bei einer deutschen Rallye am Start. Die Dänen, die hier ihren ersten Lauf zur diesjährigen Meisterschaft absolvieren, bringen ihre gesamte Elite nach Süderbrarup. Die deutschen Top-Sportler werden von Christian Riedemann angeführt. 111 Teams rollten über die Startrampe, so viele wie bei Deutschlands nördlichster Rallye seit über 30 Jahren nicht mehr.

Vom Start weg übernehmen die dänischen Vorjahressieger Kristian Poulsen / Ole Frederiksen in ihrem VW Polo R5 das Kommando und setzen sich an die Spitze. Doch schon in der dritten der insgesamt sechs Wertungsprüfungen über eine Gesamtlänge von 85,35 Kilometern, schieben sich Christian Riedemann und sein Co-Pilot Christian Brünjes im Škoda Fabia R5 Evo2 mit ihrer ersten Bestzeit vorbei und gehen in Führung.

Die Besonderheit, eine solche Veranstaltung unter den derzeitigen Voraussetzungen durchzuführen, erläuterte Rallyeleiter Rainer Haulsen: „Wir haben unser Konzept erarbeitet und die Veranstaltung nach diesen Corona-Vorgaben durchgeführt. Die Regelungen werden von allen Beteiligten gut umgesetzt. Als Veranstalter tut es weh, dass du bei diesem gigantischen Starterfeld keine Zuschauer zugelassen sind. Gerade auch, weil der Rallyesport als Teamsport von der Begeisterung der Fans lebt. Viele Anlieger an der Strecke, die teilweise Partys feiern, zeigen den Fahrern ihre Begeisterung.“

Parallel wird die Retro-Rallye-Serie durchgeführt. Sie ist ein moderater Einstieg in den Motorsport. Sie ist interessant für Besitzer von Old- und Youngtimern, die ihr Fahrzeug schnell und doch materialschonend auf abgesperrten Strecken bewegen wollen.

Gefahren wird mit Fahrzeugen, die mindestens 20 Jahre alt sind. Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Rallye 35, Rallye 70 oder sogar des Deutschen Rallye Masters statt. Für die Fahrzeugen gilt keine Hubraumeinteilung und es wird auch nicht nach Altersklassen unterschieden. Das Nenngeld ist mit ca. 120 € erschwinglich.

Die Gleichmäßigkeitsprüfungen finden im Rahmen von Bestzeitrallyes statt. Die abgesperrten Wertungsprüfungen (WPs) werden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von maximal 50 km/h (ohne geheime Zeitkontrollen) gefahren. Bei den Veranstaltungen kommt es nicht auf das Erzielen von Höchstgeschwindigkeiten oder Bestzeiten an.

Sieger ist der Teilnehmer mit der geringsten Abweichung gegenüber den vorgegebenen Sollzeiten aller Wertungsprüfungen.

Aus dem „Süden“ angereist sind Rainer Schlich und Achim Welteke im Peugeot 205 Gti und die langjährigen Freunde Udo Radermacher und dessen Sohn Paul Radermacher Garcia. Für den Service steht Kurt Schäfer bereit.

Allen hat es im hohen Norden gefallen und sie versprechen im kommenden Jahr wieder dabei zu sein. Dank gilt den Veranstaltern und deren hervorragenden MitarbeiterInnen.

Impressionen der Veranstaltung